Georgia: drehscheibe des sudostens [1990]

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DREHSCHEIBE DES SVDOSTENS

NORD KAROLINA

GEORGIA - ALLE VORZUGE AUF EINEN BLICK

Unternehmerfreundliche Haltung auf allen Regierungsebenen. Angemessene Gesetzgebung. Reibungslose Erteilung von Umwelt- und Bebauungs- genehmigungen.
Entwicklungszentrum fur fortgeschrittene Technologien (ATDC) am Georgia Institute of Technology. Dienstleistungsindustrien im Hochtechnologiesektor. Intensive FuETatigkeiten.
Hochqualifizierte Fuhrungskrafte, Techniker und Ingenieure. Standiger Nachwuchs an Fachkraften durch national anerkannte Programme fur Ingenieur- und Informatikausbildung.
GroBes Arbeitskraftepotential im Bereich der Hochtechnologie. Gute Arbeitsmoral, Motivation und FleiB. Hohere Produktivitat als auf nationaler Ebene. MaBgeschneiderte Ausbildungsprogramme vor Produktionsbeginn.
Hohe Lebensqualitat: mildes Klima, breites Freizeitangebot und reges kulturelles Leben. Erstklassige High Tech Programme fur die Fortbildung von Ingenieuren und Fuhrungskraften. Wohn-und Lebenshaltungskosten erheblich unter denen vieler anderer Bundesstaaten.

Strategische Marktposition als Drehscheibe des Sonnengurtels im Sudosten. Angemessene Preise fur Industriegrundstucke und gute Expansionsmoglichkeiten.
Knotenpunkt fur den Luft- und Landverkehr des Sudostens. GroBter Terminal der Welt fur Passagier- und Frachtabfertigung. Seehafen.
GemaBigte Steuern, unternehmerfreundliche Steuerpolitik. Freihandelszonen. Moglichkeit der Befreiung von der Lagersteuer (Freeport).
Nahe zu Versorgungsgutern und Rohstoffen. Niedrige Energiekosten. Diversifizierte Stromerzeugung (Sonnenenergie, Wasserkraft, Kohle und Kernenergie). Reichliche Wasservorrate.
Niedrige gewerkschaftliche Organisierung und gesetzlich freigestellter Gewerkschaftsbeitritt (Right-to-Work). Geringe Personalfluktuation, wenig Arbeitsniederlegungen, niedrige Betriebshaftpflicht und geringe Arbeitslosigkeit.

INHALT
Seite

BILDUNGSWESEN

2

WIRTSCHAFTSFINANZIERUNG

3

INTERNATIONALES DIENSTLEISTUNGSANGEBOT

4

EXPORT

5

INVESTITIONEN 1M FERTIGUNGSSEKTOR

5

FREIZEIT

6

FREIHANDELSZONEN

7

ABSATZMARKTE

7

TRANSPORT UND VERKEHR

8

STEUERVORTEILE

9

WIRTSCHAFTSSTRUKTUR

10

EINSTUFIGE UMWELTGENEHMIGUNG

10

FORSCHUNG

11

VERSORGUNGSWIRTSCHAFT

11

LOHNKOSTEN

12

TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNG

12

PRODUKTIVITAT

12

BEVOLKERUNG

13

KLIMA

13

LEBENSHALTUNGSKOSTEN

14

GEOGRAPHIE

14

ROHSTOFFE

15

VERHALTNIS ARBEITGEBER-ARBEITNEHMER

15

KOMMUNIKATION

15

ARBEITSKRAFTE

16

SCHULUNG UND FORTBILDUNG

16

BILDUNGSWESEN

Georgia investiert mehr als die HaUte seines Jahreshaushalts und zwei Drittel aller Neueinnahmen in das Bildungswesen, urn qualifizierte Arbeitskrafte zu garantieren.
Georgia hat 186 Schulbezirke mit 1741 offentlichen Schulen, an denen etwa 1,2 Mio. Schuler von 62.000 Lehrkraften ausgebildet werden. Die jahrliche Zahl der Absolventen liegt bei 60.000. Daneben existieren weitere 527 Privatschulen mit etwa 83.000 SchUlern, darunter mehrere internationale Schulen, an denen der Unterricht in der Muttersprache der SchUler stattfindet.
Die 32 Fach- und Gewerbeschulen Georgias garantieren den Auszubildenden eine gezielte Vorbereitung auf den Beruf und den Unternehmen qualifizierte Fachkrafte. Die Lehrplane, die auch elektronische Datenverarbeitung, Luftfahrttechnik und EIektronik umfassen, garantieren Auszubildenden und Unternehmen das notige Fachwissen, urn sich in der stark wettbewerbsorientierten Wirtschaft an vorderster Front zu behaupten. Die Schulen, an denen insgesamt 121.000 Studenten ausgebildet werden, sind im ganzen Bundesstaat so verteilt, daB keine langen Anfahrtwege entstehen.
Georgia verfugt uber 38 Universitaten, 23 Junior-Colleges und 6 Fachinstitute auf universitarer Ebene. An den offentlichen Universitaten sind uber 170.000 Studenten eingeschrieben und 8.146 Lehrkrafte beschaftigt (davon 64% mit DoktortiteD. Jahrlich werden 26.000 Diplome vergeben. Die Universitaten verfiigen iiber umfangreiche Bibliotheksbestande und einen Jahresetat von 1,6 Mrd. USD.
Auf privater Ebene bestehen weitere 20 universitare Einrichtungen, an denen 40.000 Studenten immatrikuliert und 2.700

Lehrkrafte tatig sind (davon 77% mit Doktortitel). Pro Jahr werden 7.000 Diplome vergeben. Den Studierenden stehen auch hier gut ausgestattete Bibliotheken zur Verfugung. Der Jahresetat der privaten Universitaten belauft sich auf 630 Mio. USD.
En besonderer Schwerpunkt ist die Ausbildung im technischen Bereich. Am Georgia Institute of Technology werden mehr Elektrotechniker ausgebildet als an irgendeiner anderen Technischen Hochschule in den USA. Ein weiteres Beispiel ist das Southern College of Technology, das die meisten Ingenieurdiplome des Landes verleiht.
UniversiHiten, Colleges und Berufsschulen
* vierjahrige Ausbildung (iiffentlicl
vierjahrige Ausbildung (privat) ... Junior-College (iiffentlich) Junior-College (privat) ISl Berufsschule

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WIRTSCHAFTSFINANZIERUNG

Georgia bietet eine Vielzahl von Finanzierungsm6glichkeiten fUr Unternehmen jeder Gr6fSenordnung, bei denen die individuellen Anforderungen fUr Niederlassung oder Expansion beriicksichtigt werden.
KURZFRISTIGE STAATSANLEIHEN In Georgia ist die Vergabe kurzfristiger Staatsanleihen zur Finanzierung der Errichtung von Produktionsanlagen bis zum 30. September 1990 m6glich. Projekte von Bewerbern, die die n6tigen finanziellen Garantien aufweisen, k6nnen bis zu 100% finanziert werden (Grundstiicke, Gebaude, Ausriistung, Auslagen fiir Anleiheemissionen) im allgemeinen zu giinstigeren Zinsraten als bei der herk6mmlichen Finanzierung.
AMERIKANISCHE BANKEN Atlanta ist Sitz des 6. Bezirks der Federal Reserve Bank und 3 der gr6fSten Regionalbanken, die gleichzeitig zu den 100 wichtigsten 100 amerikanischen Banken geh6ren. Die Zahl der Vertretungen von amerikanischen GrofSbanken nimmt ebenfalls standig zu.
INTERNATIONALE BANKEN In Atlanta sind 31 internationale Banken vertreten, die zur Gruppe der 100 oder sogar der 50 fUhrenden Banken der Welt geh6ren.
INDUSTRIE FORDERUNG Uber 200 lokale Industrief6rderungsgesellschaften (LDC), die von fiihrenden Unternehmen als Privatgesellschaften in ganz Georgia gegriindet wurden, stellen geeigneten Firmen im Rahmen eines staatlichen Anleiheprogramms (Small Business Administration - SBA) Kapital zur Verfiigung.
-3-

Neben den LDC bestehen iiber 20 amtlich zugelassene F6rderungsgesellschaften (CDC), die Anleihekapital fUr kleine Unternehmen bereitstellen. Die Mittel miissen fUr langfristige Kapitalinvestitionen verwendet werden.
INVESTMENTGESELLSCHAFTEN FUR KLEINE UNTERNEHMEN (SBIC) Georgia verfiigt iiber sechs aktive Investmentgesellschaften fUr kleine Unternehmen. Diese privat gefUhrten Gesellschaften unterliegen der Zulassung und Kontrolle durch die SBA. Ihre Dienstleistungen umfassen Kapitalbeschaffung durch Aktienausgabe, langfristige Anleihen sowie Beratung und Unterstiitzung fUr kleine Firmen. Die Kapitalbeschaffung kann auch durch Dividendenpapiere erfolgen.
AGRARKREDITE Zur F6rderung von Unternehmen im landwirtschaftlichen Bereich stellt die Georgia Development Authority Agrarkredite zu besonders giinstigen Zinsen zur VerfUgung. Die Anleihen sind auf I Mio. USD begrenzt und werden unter der Voraussetzung gewahrt, dafS h6chstens 25% bzw. 150.000 USD fur Grundstiickskaufe verwendet werden.
UNTERNEHMENSFORDERUNG (BDC) Die Georgia Business Development Corporation (BDC) vergibt gr6fSere Anleihen, die den Rahmen konventioneller M6glichkeiten iibersteigen. Schwerpunkte sind expandierende Firmen und gesunde neue Unternehmen, vorzugsweise im Bereich Fertigung und Verarbeitung. Die Anleihen k6nnen zwischen 100.000 USD und 400.000 USD betragen, im Durchschnitt liegen sie bei 275.000 USD.

INTERNATIONALES DIENSTLEISTUNGSANGEBOT

Der Aufstieg Atlantas zum Zentrum des internationalen Geschiiftslebens des Sudens gewinnt immer shirker an Dynamik. Ein besonders anschauliches Beispiel hierfur ist die shindig wachsende Zahl der Konsularund Handelsvertretungen in Atlanta und Savannah. 14 Uinder haben Konsulate, 29 sind durch Honorarkonsuln vertreten, dazu kommen 29 internationale Handelsvertretungen, Handelskammern und eine Reihe anderer Organisationen.
1m Mittelpunkt des internationalen Lebens in Georgia steht das World Congress Center in Atlanta. Dieser Komplex von 160.000 m2 beherbergt eine der graBten Ausstellungshallen der USA (58.000 m2) sowie eine Konferenzdolmetschanlage fur sechs Sprachen. Ferner sind 72 Konferenzraume (insgesamt 18.000 m 2), ein Ballsaal fUr 3.300 Personen mit Buhne und Maglichkeiten fUr Bankette sowie Raumlichkeiten fur Unternehmenskonferenzen vorhanden. 1m Jahre 1988 wurde der Ausbau des Zentrums offiziell genehmigt, das damit zum zweitgraBten Konferenzzentrum der USA werden wird.
Weitere Facetten des internationalen Prafils Georgias: Drei Freihandelszonen in Atlanta, Brunswick und Savannah, die Firmen die Maglichkeit bieten, Zalle fur eingefuhrte Guter zu verzagern, zu verringern und manchmal sogar zu vermeiden. Gesetzliche Zulassung internationaler Banken, die es ermaglichte, daB sich in Atlanta bereits 31 auslandische Banken angesiedelt haben. Direktfluge von Atlanta, das uber das graBte Flughafengebaude der Welt verfUgt, nach Amsterdam, Bermuda, Brussel, Dublin, Frankfurt, Grand Cayman, Hamburg, London, Mexiko City, Montreal, Montego Bay, Munchen, Nassau, Paris, San Juan,

Shannon, Stuttgart, Tokio, Toronto und Zurich. Internationale Buras des Georgia Department of Industry, Trade and Tourism in Brussel, Tokio, Toranto und Seoul, die bei Handels- und Investitionsfragen Auskunft erteilen. Sowohl im US. als auch in den Uberseeburas sind internationale Verzeichnisse fur Handel und Dienstleistungen erhaltlich, urn Unternehmen beim Aufbau internationaler Geschiiftskontakte zu unterstutzen. Tourismusvertretungen befinden sich in den Buras in Toranto und Tokio. Der World Trade Club in Atlanta bietet auslandischen Besuchern die Maglichkeit, mit fUhrenden Wirtschaftsvertretern Georgias zusammenzutreffen. Prafessionelle Sprachendienste werden von mehreren Organisationen angeboten, z. B. American Language Institute of Atlanta, Berlitz Schools of Language, ELS Language Center, Inlingua School of Languages, International Language School Services und Language Services. Der Atlanta Council for International Visitors (ACIV), eine gemeinnutzige Organisation auf freiwilliger Basis, ist auslandischen Studenten und Besuchern dabei behilflich, Kontakte zu fUhrenden Vertretern aus Geschafts-, Universitats- und Regierungskreisen Atlantas zu knupfen. Vertretungen der Hafenbeharde von Georgia fungieren als Ansprechpartner in Athen, Oslo, Tokio, New York City und Chicago. Neben dem Georgia Department of Industry, Trade and Tourism stehen folgende Buras zur Beratung zur Verfugung: Atlanta Chamber of Commerce, Georgia Department of Agriculture, Georgia Ports Authority, US. Department of Commerce (Dienststellen in Atlanta und Savannah), und Atlanta Council for International Visitors.

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Das Georgia Department of Industry, Trade und Tourism leistet auch bei Gemeinschaftsunternehmen und Lizenzerteilungen Unterstlitzung. Das Computerprogramm des Georgia Department of Industry, Trade and Tourism erleichtert Kontakte zwischen geeigneten ausliindischen Unternehmen und Firmen in Georgia und den Ausbau internationaler Handelsaktivitiiten. Qualifiziertes Personal der Banken in Atlanta und Savannah ist bei der Abwicklung internationaler Banktransaktionen behilflich.
EXPORT
Der Export ist ein wichtiger Faktor in der Wirtschaft Georgias. Ein Sechstel der landwirtschaftlichen Produktion flieiSt in den Export. Einer von zehn ArbeitspUitzen in der Fertigungsindustrie ist an den Export gebunden, und die jiihrlichen Ausfuhren bewegen sich in der GroiSenordnung von 3 Mrd. USD.

INVESTITIONEN 1M FERTIGUNGSSEKTOR
Die Attraktivitiit Georgias als Industriestandort zeigt sich auch in den hohen Investitionen im Fertigungssektor - 25 Mrd. USD seit 1970 - das entspricht liber 2 Mrd. USD jiihrlich in den letzten 6 Jahren.
Die Zahl der ausliindischen Firmen in Georgia hat sich seit 1975 versiebenfacht. Heute haben sich 1.322 Unternehmen aus liber 38 Uindern im ganzen Bundesstaat angesiedelt. Darunter befinden sich 380 Produktionsbetriebe, in denen 55.000 Beschiiftigte aus Georgia tiitig sind. Die ausliindischen Kapitalinvestitionen betragen jetzt 7,8 Mrd. USD. Die wichtigsten flinf Investoren aus dem Ausland sind Australien, Japan, Kanada, die Niederlande und das Vereinigte Konigreich.

Internationale Kapitalinvestitionen
(in Mia. USD)

JAPAN KANADA _

VEREINIGTES KONIGREICH NIEDERLANDE

AUSTRALIEN

$349.5

B.R.D.

$347.7

BERMUDA

$301.5

SCHWEIZ

$235.3

FINLAND_ $186.1

FRANKREICH _ ITALIEN _

$170.8 $169.8

SCHWEDEN. $108.5

SONSTIGE _

$181.4

Stand: Juli 1990

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$1,882.9 $1,825.7

FREIZEIT

Das reichhaltige Freizeitangebot Georgias umfaBt verschiedene Profi-Sportarten, Golf, Tennis, Wasserski und alpiner Ski, FuBball, Autorennen, Angeln, Schwimmen, Kanusport, Wandern und FloBfahren. Viele dieser Sportarten konnen das ganze lahr tiber betrieben werden.
Die Landschaft Georgias ist iiuBerst abwechslungsreich - Parks und historische Stiitten tiberall im Bundesstaat sind ganzjiihrig geoffnet und tiber die Hauptverkehrswege leicht zu erreichen. Zu den wichtigsten Freizeitzentren Georgias gehoren Callaway Gardens, Jekyll Island, Lake Lanier Islands, Okefenokee National Wildlife Refuge, Six Flags Over Georgia und das stidliche Ende des "Appalachian Trail".
Callaway Gardens, etwa 120 km stidwestlich von Atlanta gelegen, bietet dem Besucher neben Unterktinften, Gewiichshiiusern und Giirten eine Ftille von Betiitigungsmoglichkeiten: Schwimmen, Jagd, TontaubenschieBen, Tennis, Reiten, Angeln, Wandern, Radfahren usw.
Okefenokee Swamp im Stidosten Georgias ist eines der groBten und unbertihrtesten Sumpfgebiete Amerikas. Es gehort zum Okefenokee National Wildlife Refuge, einem tiber 250.000 ha groBen Naturschutzgebiet ftir Alligatoren, Otter, Schlangen, Wild, Wildkatzen, seltene Vogelarten und exotische Blumen.
Lake Lanier im Norden Georgias zieht tiber 18 Mio. Besucher jiihrlich an. Zu den Attraktionen gehoren Schwimmen, WasserRutschbahnen, Segeln, Golf, Reiten und Angeln. Unterkunftsmoglichkeiten sind ebenfalls vorhanden.
Jekyll Island, einst Millioniirsrefugium, ist jetzt eine der schonsten Ferieninseln der USA. Jedes Jahr genieBen Tausende von Besuchern den schonen Strand, die

groBztigigen Hotelanlagen und modernen Freizeiteinrichtungen und bewundern die restaurierten Ferienhiiuser im "Millionaires Village", so benannt nach den wohlhabenden Familien aus dem Norden der USA, die urn die lahrhundertwende hier die Wintermonate verbrachten. Die Insel ist auch ein beliebter Konferenzort mit einem Auditorium mit 2.000 Pliitzen, einer Ausstellungshalle und dem Mehrzweckkomplex "Aquarama ".
1m Stone Mountain Park bei Atlanta befindet sich der groBte Granitblock der Welt mit einem Flachrelief, das Jefferson Davis, Stonewall Jackson und Robert E. Lee darstellt, drei bekannte Personlichkeiten aus dem Sezessionskrieg. Auf einer Fliiche von 1.600 ha bietet der Park noch eine Reihe weiterer Attraktionen: eine grosse Eislaufbahn, Wanderwege, ein typisches altes Stidstaatenhaus, ein Automobil- und Musikmuseum, Wanderwege durch ein Wildreservat, Fahrten mit dem Schaufelraddampfer, Ausstellungen tiber den Sezessionskrieg, eine LaserShow im Sommer, sowie eine ganze Reihe von Sportmoglichkeiten.
Mehrere Stiidte haben Orchester, Theater, Gallerien und Konzertsiile, in denen bekannte Ktinstler auftreten. Die alten Opernhiiuser von Columbus und Macon wurden detailgetreu restauriert.
Atlanta hat sich durch sein breites Angebot zum kulturellen Zentrum des Stidens entwickelt. Das Ballett von Atlanta, das iilteste regionale Ballett der USA, tritt pro Saison in 30 Vorstellungen auf.
Das Symphonieorchester von Atlanta gibt tiber 200 Konzerte pro Jahr und zieht international bekannte Gastktinstler an. Es gilt als eines der besten amerikanischen Orchester und hat mehrere nationale Plattenpreise gewonnen.

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ABSATZMARKTE

Das Atlanta High Museum of Art zog vor kurzem in einen neuen Gebaudekomplex im Wert von 15 Mio. USD urn, wo es nun zum ersten Mal seine einzigartige Kollektion von Gemalden und Plastiken vollstandig prasentieren und groiSeren Wanderausstellungen einen geeigneten Rahmen bieten kann.
Das Fox Theater ist ein wesentlich alteres Gebaude und ein hervorragendes Beispiel maurischer Architektur. Es wurde originalgetreu restauriert und dient jetzt fiir Auftritte vieler bekannter Kiinstler.
FREIHANDELSZONEN
Georgia besitzt drei Freihandelszonen. Bine befindet sich in der Nahe des Flughafens Hartsfield in Atlanta, eine im Hafen von Savannah, und die dritte im Hafen von Brunswick. Der Zweck dieser Zonen besteht darin, Waren aus dem In-und Ausland nach Georgia zu importieren bzw. von dort zu exportieren, ohne den U.s.-Zoll zu passieren. Quotenbeschrankungen, Zolle und Zolleinlagerungen kommen in den Freihandelszonen nicht zur Anwendung. Die Waren konnen hier gelagert, sortiert, umgepackt, montiert, verarbeitet oder hergestellt werden - die Zolle werden erst fallig, wenn die Waren auf den amerikanischen Markt gebracht werden. Auf Waren, die fUr den Export bestimmt sind, werden keine Zolle erhoben.
Die Waren konnen in den Freihandelszonen unbegrenzt lagern, bis optimale Marktbedingungen herrschen, Quotenbeschrankungen erfiillt sind oder besonders giinstige Diskont- oder Saisonpreise ausgenutzt werden konnen. Fiir Firmen, die einheimische und auslandische Materialien verwenden und die fertigen Erzeugnisse dann exportieren, ist die Produktion in den Freihandelszonen besonders vorteilhaft.

Georgia und seine fiinf Nachbarstaaten (Florida, Alabama, Tennessee, North Carolina und South Carolina) stellen einen Absatzmarkt mit einem enormen wirtschaftlichen Potential dar: 38 Mio.Einwohner mit einem frei verfiigbaren Jahreseinkommen von 519 Mrd. USD und einem Exportvolumen von iiber 20 Mrd. USD. In den letzten Jahren lag das regionale Wachstum erheblich iiber der nationalen Rate. Zwischen 1970 und 1980 wuchs die BevOlkerung des Siidostens urn 24%, wahrend die Zuwachsrate national nur 11 % betrug. 1m gleichen Zeitraum stiegen das frei verfiigbare Einkommen urn 205% und
der Einzelhandelsumsatz urn 210% ,
wahrend der nationale Zuwachs in diesen beiden Kategorien nur 168% betrug.

EINZELSHANDELSUMSATZ

(in Mrd. USD)

1970 1988 % Zuwachs

Alabama 4,8 21,6

350

Florida 13,3 95,0

614

Nord-

Karolina 7,8 41,4

431

Georgia 7,4 42,2

470

Siid-

Karolina 3,7 20,2

446

Tennessee 6,2 29,3

373

11970 D1988

Alabama Florida

N.K

Georgia

S.K

Tennessee

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TRANSPORT UND VERKEHR

LUFTVERKEHR

Nur wenige Bundesstaaten k6nnen mit

Georgias Infrastruktur im Luftverkehr

konkurrieren. 1m ganzen Bundesstaat gibt

es 264 Flughafen, davon 118 6ffentliche.

Von diesen Flughafen sind 104 gut

ausgebaut und beleuchtet, 70 verfUgen uber

Bodenradar. Die gr6Beren Flughafen Geor-

gias halten Schritt mit der steigenden

Verkehrsdichte im Suden und im Son-

nengurtel und bieten verschiedenste Ein-

richtungen und verbesserte Dienstleis-

tungen an.

Hartsfield Atlanta International Airport

zahlt jahrlich 42 Mio. Passagiere und bietet

mehr planmaBige Flugverbindungen als

jeder andere Flughafen der Welt. Fur Ges-

chaftsleute ist vor allem entscheidend, daB

80% der USA innerhalb von zwei Stunden

per Flugzeug erreichbar sind. Von Atlanta

gibt es pro Tag Direktfluge nach 163

gr6Beren Stadten der USA, davon 150 Non-

Stop.

Durch seine Lage am 6stlichen Rand des

Sonnengurtels ist Atlanta auch Tor zu Eu-

ropa und zum Orient. Seit der Einrichtung

einer NonStop-Verbindung nach London

im Jahre 1978 hat der internationale

Luftverkehr ebenfalls dazu beigetragen,

lnvestoren aus dem Ausland anzuziehen.

Heute sind in Georgia Unternehmen aus 38

Landern ansassig.

Direktfluge von Atlanta nach:

Amsterdam

Hamburg

Paris

Bermuda

London

San Juan

Brussel

Mexiko City Shannon

Cancun

Montreal

Stuttgart

Dublin

Montego Bay Tokio

Frankfurt

Munchen

Toronto

Grand Cayman Nassau

Zurich

Mit der Er6ffnung neuer TransatlantikRouten hat Georgia sich zu einer Drehscheibe fur den Luftfrachtverkehr entwickelt. In Hartsfield Atlanta Airport werden jahrlich 364.000 t Fracht umgeschlagen, die Reservekapazitaten reichen jedoch ohne weiteres fUr das Dreifache dieses Volumens aus. 9 Luftfrachtunternehmen fliegen Atlanta an; das Frachtgelande ist uber 90.000 m2 groB.
STRASSENNETZ Georgia verfugt uber ein StraBennetz mit 2.000 km Autobahnen und 29.000 km FernstraBen, die wichtige Verkehrsadern fUr die Wirtschaft sind. Das FernstraBennetz ist jetzt so gut ausgebaut, daB dem Privat- und Guterverkehr Autobahnen nach allen Richtungen zur Verfugung stehen. Das bestehende Netz wird gut instandgehalten und laufend erweitert.
SCHIENENNETZ Der Schienenverkehr in Georgia wird im wesentlichen von zwei Gesellschaften abgewickelt: Norfolk Southern Corporation (Southern Railway) und CSX (fruher: Seaboard System Railroad). Das Schienennetz umfaBt:
8.300 km Haupt- und Nebenstrecken weit verzweigte Huckepack- und Containerdienste zwischen dem Containerhafen von Savannah und Atlanta. Die Bahngesellschaften Georgias haben besonderen Wert auf den Ausbau ihrer Huckepackkapazitaten gelegt. Norfolk Southern und CSX verfugen uber 7 solcher AnschluBterminals im ganzen Bundesstaat.

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GUTERFERNVERKEHR
Fur den Gtitertransport in Georgia bestehen verschiedene M6glichkeiten:
83 Linien-Spediteure der Klasse A. 2.200 Spediteure mit flexiblen
Fahrtrouten innerhalb des Bun desstaates Sie bedienen auch Ziele, die von den Linien-Spediteuren nicht angefahren werden. 25.000 tiberregionale Spediteure mit Konzessionen ftir Transporte in und tiber Georgia. Spezialisierte Spediteure (Ktihlund Tankwagen, Chemietrans porte, usw.) und Vertragsunterehmen im ganzen Bundesstaat.
Qualifizierte Speditionsunternehmen erreichen somit jeden Bezirk des Bundesstaates und gewahrleisten die wichtigen Anschliisse an das Luft-, Schienenund Wasserverkehrsnetz.
HAFEN
Seehafen in Brunswick und Savannah sind wichtige Umschlagplatze fUr den internationalen Frachtverkehr im stidlichen Atlantik und werden von tiber 100 Schiffahrtslinien angelaufen. Die beiden Hafen sind fur ihre hochmodernen technischen Einrichtungen und Containeranlagen bekannt. Hafen von Savannah
62 Anlegeplatze (Fltissigkeiten, Sttickund Schtittgut)
18 Krane (9 schnelle Container krane, je ein 175 und 100 t-Portalkran, zwei 50 t-Portalkrane, drei 35 t-Portalkrane zwei 75t-Mobilkrane)
fast 180.000 m2 tiberdachter Lagerraum, der von der Hafenbeh6rde Georgias verwaltet wird,

sowie zusatzlicher privater Lagerraum Hafen von Brunswick 5 Anlegeplatze ftir Sttickgut zwei 30 t-Krane 32.000 m 2 Lagerraum 17.000 m2 Schtittgut-Lagerraum mit F6rdersystem Spezial-L6scheinrichtung fUr Massengtiter mit einer Kapazitat von 1.000 t/h
STEUERVORTEILE
Die Steuern in Georgia sind angemessen und stabil. Die Steuerpolitik ist gerecht und unternehmerfreundlich. Georgia bietet unter anderem folgende Steuervorteile:
Keine Einheitsbesteuerung. Un ternehmen werden nur fUr ihre Einktinfte in Georgia besteuert. GemaiSigte Unternehmenssteuer, die seit 1969 konstant geblieben ist. M6glichkeit der Befreiung von der Lagersteuer in tiber drei Viertel der Stadte und Bezirke Georgias.

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WIRTSCHAFTSSTRUKTUR

Die untenstehenden Zahlen verdeutlichen, daB Georgia eine sehr ausgewogene Wirtschaftstruktur aufweist; die Unterschiede zwischen den drei wichtigsten Industriezweigen liegen unter 3%.
Der Sektor Dienstleistungen lag mehrere Jahre lang an zweiter Stelle in der Beschiiftigungsstatistik, jetzt sind in diesem Bereich mehr Einwohner Georgias beschiiftigt als in jeder anderenWirtschaftsbranche.

1989 BESCHAFTIGUNGSSTATISTIK FUR

GEORGIA

(OHNE LANDWIRTSCHAFT)

609500 DIENSTLEISTUNGEN

20,7 %

568200 FERTIGUNGSINDUSTRIE 19,3

529 100 EINZELHANDEL

18,0

512 700 BEHORDEN

17,4

223 300 GROSSHANDEL

7,6

183 900 VERKEHR, VERSORGUNGS-

WIRTSCHAFT

6,2

163500 BANKEN,IMMOBILIEN,

VERSICHERUNGEN

5,5

146500 BAUWIRTSCHAFT

5,0

8700 BERGBAU

0,3

2 945 400 INSGESAMT
QueUe: Georgia und U.S. Departments of Labor

100%

Dienstleistungen
D Fertigungsindustrie
Einzelhandel
II Behorden III GroBhandel
I;;l Verkehr, Versorgungswirtschaft
U Banken, Immobilien,
Versicherungen
lSI Bauwirtschaft
~ Bergbau

EINSTUFIGE UMWELTGENEHMIGUNG
In den USA sind die Schwierigkeiten bei der Erteilung von Umweltgenehmigungen einerseits durch die Biirokratie auf nationaler Ebene und andererseits durch die Vielzahl von Beharden in den einzelnen Bundesstaaten bedingt. Georgias Lasung fiir dieses Problem ist ein einstufiges Genehmigungsverfahren d urch die Umweltbeharde des Bundesstaates (Environmental Protection Division - EPD). Die Zustiindigkeit fiir die Erteilung von Genehmigungen liegt bei einer einzigen Stelle, und nicht bei verschiedenen Abteilungen, Dienststellen oder Kommissionen wie in anderen Bundesstaaten. AuBerdem wurde Georgia von der nationalen Umweltbeharde befugt, auch landesweit giiltige Genehmigungen zu erteilen.
Ein weiterer Anreiz fiir die Errichtung neuer Industrieanlagen besteht darin, daB Um weItvertriiglichkeitsstudien unnatig sind. 1m Rahmen des integrierten Genehmigungsverfahrens ist bereits fiir eine Uberpriifung der Umweltaspekte gesorgt.
Die Vorteile dieser Regelungen in Bezug auf den Terminplan des Unternehmers liegen auf der Hand. Durch das unbiirokratische Genehmigungsverfahren erhalten die Antragsteller alle erforderlichen Genehmigungen bereits innerhalb von 90 Tagen, und nicht erst nach 18 Monaten oder mehr wie in manchen Bundesstaaten.

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FORSCHUNG
Das Georgia Research Consortium koordiniert den Einsatz von staatlichen Mitteln und Geldern der Privatindustrie in H6he von 184 Mio. USD, urn FuE im Bereich der Hochtechnologie durch gemeinsame Projekte in staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen voranzutreiben.
Georgia verfUgt uber 120 industrielle Forschungslaboratorien, von denen sich mehr als die Hiilfte in Atlanta befindet. Uber ein Drittel dieser Laboratorien stellen ihre Einrichtungen auf vertraglicher Basis auch Au15enstehenden zur VerfUgung. Zu ihren Fachgebieten geh6ren Me15technik, Satellitenkommunikation,Ingenieurwissenschaft, Chemie und Agrarprodukte.
Zwanzig staatliche Einrichtungen, davon etwa zwei Drittel auf nationaler Ebene, fuhren FuE-Arbeiten durch. Vertragsforschung, gemeinsame Projekte und Beratungsdienste fur die Privatindustrie geh6ren ebenfalls zum Programm. Zu den Forschungseinrichtungen geh6ren unter anderem die Zentren des U.s. Public Health Service fur Krankheitsbekiimpfung, neben dem Geliinde der Emory University in Atlanta gelegen, und das National Peanut Research Laboratory des U.s.-Ministeriums fUr Landwirtschaft in Dawson.
Zu den spezialisierten Forschungseinrichtungen ziihlen Georgia Tech Research Institute und Microelectronics Research Center sowie die Einrichtungen der Emory University und der University of Georgia. Das Spektrum umfa15t FuE-Programme auf Gebieten wie Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Biochemie, biomedizinische Technik, Computertechnik, Elektronik, Energie und Mikrobiologie.

VERSORGUNGS-
WIRTSCHAFT
Ganz Georgia wird zuverliissig mit Energie zu gunstigen Preisen versorgt. Die Stromversorgung wird uber ein gut ausgebautes Netz mit einer Reservekapazitiit von derzeit 30% gewiihrleistet. Diese Kapazitiit wird voraussichtlich auch in den neunziger Jahren uber 20% bleiben.
In den meisten Gemeinden Georgias unterliegt die Stromversorgung dem Wettbewerb, soda15 Unternehmen unter mehreren Stromlieferanten wiihlen k6nnen.
Aus Kohle, der gro15ten Energiereserve Amerikas, wird mehr als 80% der Elektrizitiit in Georgia erzeugt, wiihrend nur 1% der Energie aus Erd6l gewonnen wird (gegenuber 9% auf nationaler Ebene).
Aus Erdgas werden 29% der Energie in den Industriebetrieben Georgias gewonnen. Ein weit verzweigtes Netz von Pipelines sorgt fur eine effiziente Verteilung im ganzen Bundesstaat; strategisch gelegene Lagereinrichtungen fur verflussigtes Erdgas garantieren ausreichende Reserven auch bei H6chstbelastung.
Oberfliichen- und Grundwasservorriite geh6ren zu den reichsten und wertvollsten naturlichen Ressourcen Georgias. Die unterirdischen Wasseradern in der Kustenebene im Suden Georgias geh6ren zu den reichsten der USA mit einer Leistung von 22.500 Liter pro Minute. Funf gr615ere und 6 kleinere Flusse verteilen das Oberfliichenwasser im ganzen Bundesstaat.

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LOHNKOSTEN
Der mittlere Stundenlohn fUr Arbeiter in der Fertigungsindustrie liegt in Georgia etwa 35% unter dem in Michigan, 28% unter dem in Ohio, 21 % unter dem in Louisiana, 18% unter dem in Oregon, 15% unter dem in Colorado und 14% unter dem in Texas.

MITTLERER JAHRLICHER STUNDENLOHN FUR INDUSTRIEARBEITER IN GEORGIA (1989)

$ 13,08 12,46 11,32 9,20 9,06 8,63 8,36 7,80 7,73 7,54 5,55 $8,84

Transportausriistung Papier Chemie Steine, Erden, Glas und Beton Elektrische Maschinen Metallverabeitung Lebensmittel Textilien Mabel Holz Bekleidung Mittelwert

MITTLERER STUNDENLOHN FUR INDUSTRIEARBEITER (1989)

Michigan

$13,51

$12,26

Louisiana

$11,13

$10,80

Colorado

$10,45

Texas

$10,25

Georgia_$8,84

TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNG
Das Entwicklungszentrum fUr fortschrittliche Technologien (ATDC) wurde 1980 yom Bundesstaat Georgia und dem Georgia Institute of Technology gegriindet, urn der Industrie im hochtechnologischen Bereich die Nutzung der technischen Ressourcen des Bundesstaates zu erleichtern. Das Zentrum kann den Zugang zu Forschungseinrichtungen und -personal an den Universihiten Georgias erleichtern, Hilfestellung bei der Vermarktung von Produkten leisten und sogar Raumlichkeiten fUr die Entwicklung neuer Produkte oder Pilotvorhaben zur Verfiigung stellen .
Das ATDC befindet sich in einem 7.500 m 2 graiSen, im Wert von 6,3 Mio. USD Gebaude auf dem Gelande von Georgia Tech in Atlanta. Eine weitere Einrichtung, das Augusta Health Science Technology Center auf dem Campus des Medical College of Georgia, wurde 1987 eraffnet. Es ist Firmen behilflich, Resultate aus der medizinischen Forschung bekannt zu machen.
PRODUKTIVITAT
Wahrend vielerorts in Amerika ein Riickgang der Produktivitat mit Sorge beobachtet wird, steigt sie in Georgia an. Die Produktiv-
itatszahlen liegen hier seit 30 Jahren erheblich
haher als im iibrigen Siidosten und in den gesamten USA. Zwischen 1950 und 1986 lag der ProduktivW:itszuwachs in Georgia jahrlich bei 2,1% gegeniiber 1,5% im gesamten Siidosten oder 1,4% auf nationaler Ebene. Dieses Wachstum zeigt, daiS Georgia auch weiterhin Schrittmacher des Siidostens bleiben wird.

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BEVOLKERUNG

Der BevOlkerungszuwachs Georgias seit den

siebziger Jahren beweist, wie attraktiv die

natiirlichen und wirtschaftlichen Ressourcen

des Bundesstaates sind. Zwischen 1980 und

1986 wurde der Bevolkerungszuwachs in

Georgia nur von drei anderen Bundesstaaten

iibertroffen. Die Zahl der Einwohner betragt

heute 6 Millionen. Damit steht Georgia unter

den Bundesstaatenan 11. Stelle,nimmtjedoch

im Hinblick auf die BevOlkerungsdichte nur

den 23. Rang ein.

In der Altersstatistik sind zwei Gruppen

besonders interessant: 46% der Einwohner

Georgias befinden sich mitten im Erwerbsal-

ter (18 - 49 Jahre), 11 % der Bevolkerung sind

zwischen 12 und 17Jahrealtund bildensomit

eine wertvolle Reserve fUr potentielles Wach-

sturn. Die beiden Gruppen stellen zusammen

57% der Gesamtbevolkerung dar.

ALTERSSTATISTIK

DER BEVOLKERUNG GEORGIAS

Alter 0-11 12-17 18-49 50-64 iiber 65 Insgesamt

1980
Personen 1 124682
585173 2523919
720 836 509655 5464265

% der Gesamtbevolkerung
21 11 46
13 9 100%

2,500,000 2,000,000
1,500,000
1,000,000 .~.
500,000

.----.

KLIMA
Durch seine Breitenlage und die Nahe der warmen Meeresstrome des Golf von Mexiko und des Atlantischen Ozeans hat Georgia warme Sommer und kurze, milde Winter. 1m Norden macht sich die Hohe bemerkbar; die Sommer sind kiihler und die Winter kalter, wenn auch nicht streng. Die vier Jahreszeiten sind deutlich ausgepragt, allerdings ist der Friihling ziemlich kurz und durch heftige Stiirme gekennzeichnet. 1m Herbst genieiSt ganz Georgia lange Perioden milden sonnigen Wetters.
Die mittleren Temperaturen im Sommer liegen zwischen etwa 22 im Norden und fast 27 im Siiden des Bundesstaates. Die Wintertemperaturensind vonNordennachSiiden unterschiedlicher als die Sommerwerte. Die Durchschnittstemperatur der drei Wintermonate schwankt zwischen 5 im Norden bis 13 an der Ostkiiste. In ganz Georgia tritt fast jedes Jahr Frost auf, jedoch von den Bergen bis zur Kiiste mit sehr unterschiedlicher Haufigkeit.
Die jahrliche Niederschlagsmenge reicht von 190 cm im auiSersten Nordosten des Bundesstaates bis zu 101 cm im Zentrum des ostlichen Teils. DerstarksteNiederschlagtritt zu unterschiedlichen Jahreszeiten auf; der Januar ist im nordlichen Drittel Georgias der regenreichste Monat, wahrend der meiste Regen im mittleren und siidlichen Teil des Bundesstaates im Hochsommer fallt. Schneefalle sind selten. Nur im nordlichsten Teil der Berge kann die Schneedecke bis zu 13 cm erreichen.

0-11 12-17 18-49 50-64 tiber 65
Altersgruppen
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LEBENSHALTUNGSKOSTEN

Trotz hoher LebensqualWit sind die Lebenshaltungskosten in Georgia niedriger als in vielen anderen Bundesstaaten. Das geht soweit, daiS sich das Nettoeinkommen eines leitenden Angestellen, der sich zu einer Umsiedlung nach Georgia entschlieiSt, aufgrund der niedrigeren Lebenshaltungskosten und Einkommensteuer betrachtlich erhoht.
Die Baukosten liegen 10 bis 29% unter denen vieler anderer Wirtschaftszentren des Landes. Die Griinde dafUr sind unter anderem niedrigere Lohne in der Bauwirtschaft, niedrigere Grundstiickskosten, weniger Zeitverluste durch schlechtes Wetter und vor Ort verfiigbare Baumaterialien.
Die Betriebskosten liegen ebenfalls niedrigz.B. gehoren die Strompreise fUr die Industrie zu den giinstigsten der USA. Die Grundstiicks- und Baukosten ermoglichen Unternehmen, die neue Anlagen errichten oder bestehende erweitern, wesentliche Kosteneinsparungen.

GEOGRAPHIE
Als groiSter Bundesstaat ostlich des Mississippi weist Georgia eine interessante und abwechslungsreiche Topographie auf.
Der Norden Georgias mit seinen Bergen, die zur Kette der Appalachen gehoren, ist reich an natiirlichen Rohstoffen. Hier entspringen zahlreiche kleine Wasserlaufe, die eindrucksvolle Schluchten auswaschen, bevor sie sich zu Fliissen vereinigen und ins Meer miinden.
1m Siiden der Berge erstreckt sich das sanft ansteigende Piedmont-Plateau mit einer Vielzahl tiefer enger Taler sowie Bache und Fliisse. In diesem Teil, in dem auch die Hauptstadt Atlanta liegt,lebt iiber die Halfte der Bevolkerung des Bundesstaates. Weiter siidlich schlieiSt sich die Kiistenebene an, die iiber die Halfte der Flache Georgias bedeckt und an den Atlantik grenzt.

BAUKOSTENINDEX
Durchnittswerte aus 30 groiSeren Stadten (1989) = 100

New York City San Francisco
Boston Los Angeles
Cleveland Philadelphia
Detroit Chicago
Seattle Indianapolis Milwaukee
Denver Tucson Houston
Tampa Atlanta

126.9 125.5 115.6 112.4 107.3 107.2 106.9 101.8 101.6
97.6 97.3 93.5 92.8 90.8 90.0 "IIT'111"T"111'T1"IIT'111 89.'i
QueUe: Building Construction Cost Data, Robert Snow Means Co., Inc., 1990

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ROHSTOFFE
Aufgrund seines Reichtums an naturlichen Rohstoffen in ganz Georgia stehen der Industrie viele Materialien schnell und preisgunstig zur Verfugung. Georgia erzeugt 25 Mineralien und beliefert die gesamten USA mit zahlreichen Baustoffen wie Granit, Marmor und Sand. Die Kaolinreserven von 6,5 t geharen zu den bedeutendsten der Welt.
Mit der graBten Forstwirtschaft des Landes ist Georgia fiihrend in der Holzindustrie und stellt unter anderem betrachtliche Mengen von Zellstoff, Papier und Karton her. Aufgrund einer langen Wachstumsperiode und Tausenden hochproduktiver Betriebe ist die landwirtschaftliche Produktion ebenfalls sehr hoch.
.. VERHALTNIS ARBEITGEBERARBEITNEHMER
Georgia konnte schon immer ein optimales Klima fur den Fertigungssektor vorweisen. Dabei ist ein wichtiger Aspekt die geringe Gewerkschaftstatigkeit. In den vergangenen Jahren sank die Zahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer in der Fertigungsindustrie auf 16,2% (1986). Der Anteil aller gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer (ausgenommen die Landwirtschaft) liegt bei etwa 12%.
Die Einstellung der Arbeitskrafte und die Arbeitsmoral tragen wesentlich dazu bei, daB Arbeitsniederlegungen selten vorkommen. Die Haufigkeit von Streiks lag stets unter dem nationalen Durchschnitt.

KOMMUNIKATION
Fur eine effiziente Obermittlung von Informationen, von der der wirtschaftliche Erfolg in immer starkerem MaBe abhangt, bietet Georgia beste Voraussetzungen.
BellSouth, die graBte regionale Gruppe von Bell Systems, versorgt den Bundesstaat mit Kommunikationseinrichtungen und hat ihren Sitz in Atlanta. Die Einwohner der Stadt kommen dadurch nicht nur in den GenuB der graBten gebuhrenfreien Zone Amerikas (8.500 km2), sondern konnen auch auf ein breit gefachertes Angebot von Dienstleistungen (Telefon, Datenubertragung, Videokonferenzen und FacsimileUbertragung) zuruckgreifen. Georgia hat ein ausgedehntes Satelliten-Kommunikationsnetz sowie zahlreiche Luft- und Landkurierdienste. Fast aIle graBeren Zeitungen und Rundfunkgesellschaften haben Korrespondenten oder standige Buros in Georgia.
Der Bundesstaat verfugt uber 38 Tagesund 249 Wochenzeitungen, 47 kommerzielle und affentliche Fernsehprogramme, 285 affentliche Rundfunksendersowie 13 Universitatssender.

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00
ARBEITSKRAFTE
Die Fertigungsindustrie ist der zweitgrofSte Arbeitgeber der insgesamt 3 Millionen Arbeitnehmer des Bundesstaates. Uber ein Viertel dieser Arbeitnehmer ist in Bereichen der Hochtechnologie (Transportausriistung, Chemie, Metallverarbeitung, Maschinen und MefSgerateherstellung) beschaftigt.
Die Textilindustrie beschiiftigt als grofSte Einzelbranche fast ein Fiinftel aller Arbeitnehmer. Die Bekleidungsindustrie ist der zweitgrofSte Arbeitgeber mit 11.2%, gefolgt von der Lebensmittelindustrie mit 10.8%.
Ein Aspekt, der Georgia als Standort besonders attraktiv macht, ist die hohe Zahl sofort verfugbarer Arbeitskrafte. Sie liegt derzeit nach Angaben des Georgia Department of Labor iiber 350.000.

BESCHAFTIGTE 1M FERTIGUNGSSEKTOR

111200

Textil

19,6%

63800

Bekleidung

11,2

61100

Lebensmittel

10,8

43300

Transportausriistung

7,6

37800

Druck- und

Printmedien

6,7

36800

Metallgewinnung und

-verarbeitung

6,5

32900

Zellstoff und Papier

5,8

32700

Holz

5,7

32100

Elektrische Maschinen 5,6

28700

Sonstige Maschinen

5,0

22700

Tabak, Petroleum,

Gummi,Kunststoffe

und Leder

4,0

19400

Steine, Erden, Glas,

und Beton

3,4

19400

Chemie

3,4

13 200

MefSgerateherstellung 2,3

11400

Mobel und Einrichtungs-

gegenstande

2,0

568 200

INSGESAMT

100%

Quelle: U.S. Department of Labor und Georgia Department of Labor

SCHULUNG UND FORTBILDUNG

Georgia unterstiitzt Unternehmen kostenlos bei der Suche nach Arbeitskriiften und der Auswahl vongeeignetemPersonal. Einenoch wichtigere Rolle spielt jedoch "Quick Start", ein kostenloses Schulungsprogramm fiir Arbeitnehmer vor der Einstellung. Dieses Programm wird je nach den Anspriichen der einzelnen Unternehmen zusammengestellt und im Betrieb selbst oder in der nachstliegenden vom Bundesstaat finanzierten Schulungsstatte durchgefUhrt. Die dart verwendeten Maschinen und Gerate entsprechen denen der Unternehmen und kommen aus den Bestanden der 32 Berufsschulen Gear-

gias. Der Gesamtwert des Unterrichtsmaterials betragt 40 Mio. USD.
Der Bundesstaat stellt das gesamte Ausbildungsmaterial und bezahlt die Ausbildungskrafte. Gewohnlich handelt es sich dabei urn Firmenpersonal, das fUr die Ausbildung besonders geschult wird.
Quick Start bietet den Unternehmen verschiedene Vorteile: Zeit- und Kostenersparnis in der entscheidenden Anfangsphase, qualifizierte Arbeitskriiftebei Produktionsbeginn, geringe Personalfluktuationund hohere Produktivitat.

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GEORGIAS LANDESKREISE

.-.~

/ . RABUN

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